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Kommt nach Europa: Das Huawei Mate 50 Pro

Huawei war früher ein absoluter Aufsteiger am Smartphone-Markt und machte es Apple und Samsung schwer. Danach kam jedoch der US-Bann, der dem chinesischen Hersteller zu schaffen machte. Der Konzern ließ sich zwar von Anfang an nicht unterbringen, an den Folgen änderte das aber nichts. Heute ist Huawei fast gänzlich von der europäischen Oberfläche verschwunden, da wie bekannt keine Google-Dienste installiert werden dürfen. Dazu gehört unter anderem der Play Store. Zwar hat das Unternehmen mittlerweile einen eigenen App-Store (AppGallery), einige Einschränkungen bleiben dadurch aber trotzdem. Im Großen und Ganzen hat man sich auf den Heimatmarkt China zurückgezogen, da hier die Google-Anwendungen von Haus aus nicht gebraucht werden. Ab und an schafft es aber trotzdem noch ein Modell nach Europa, ganz aktuell ist es zum Beispiel beim Mate 50 Pro der Fall. Die restlichen Modelle der Reihe werden den Europäern vorenthalten. Doch was bietet das Premium-Smartphone eigentlich und auf was muss man bei einem Kauf in Europa beziehungsweise Deutschland verzichten?

Die Notch auf der Vorderseite ist geblieben

Das Design vom Huawei Mate 50 Pro ist vorne unauffällig und hinten auffällig. Letzteres bezieht sich auf das große und runde Kameramodul, das oben in der Mitte platziert wurde. Vorne hingegen ist das Display abgerundet und oben in der Mitte befindet sich eine breite Notch. Das hat allerdings nichts mit dem Trend der Displayeinkerbung zu tun, sondern sie enthält neben einer Frontkamera mit 13 Megapixeln und f/2.4-Blende auch eine 3D-Gesichtserkennung mit den entsprechenden Sensoren.

Vorne ist logischerweise auch der Bildschirm angebracht, der in diesem Fall 6,74 Zoll groß ist. Es handelt sich natürlich um ein OLED-Panel, das mit 120 Hz umgehen kann und über 2.616 x 1.212 Pixel verfügt. Damit das vordere Glas im Alltag nicht so leicht brechen kann und eine teure Handy Reparatur verursacht, sollte von Anfang an über einen Schutz (Panzerglas zum Beispiel) nachgedacht werden. Von der Leistung her wird man beim Mate 50 Pro zu keinem Zeitpunkt Probleme haben, es ist nämlich der Qualcomm Snapdragon 8+ Gen 1 (4G) verbaut. Ihm stehen außerdem noch 8 GB RAM zur Seite, beim internen Speicher sind es je nach Ausführung 256 oder 512 GB. Eine Erweiterung via Nano Memory Card ist möglich.

Vier Farben stehen zur Auswahl

Huawei stellt das Mate 50 Pro in Silber, Schwarz, Lila und Orange her. Es geht also durchaus auffällig zur Sache. Unter dem Gehäuse (verfügt über eine IP68-Zertifizierung) sind außerdem noch Wi-Fi 6, NFC und Bluetooth 5.2 verbaut. Natürlich ist auch ein Akku drinnen, der 4.700 mAh umfasst. Das Laden erfolgt entweder per USB-C und 66 Watt oder ohne Kabel mit bis zu 50 Watt. Reverse Wireless Charging funktioniert mit 5 Watt.

Das Gehäuse ist übrigens auch ein gutes Stichwort in Bezug auf den Schutz. Niemand will nämlich bei einem Flaggschiff Kratzer oder andere Beschädigungen haben. Man sollte deshalb stets eine Hülle tragen, die Auswahl ist mittlerweile riesig. Dieser Tipp gilt selbstverständlich auch für andere Hersteller, andernfalls müssen beispielsweise eine iPhone Reparatur oder eine Tablet Reparatur gemacht werden. Je nach Wohnort würden beispielsweise Darmstadt oder Frankfurt infrage kommen.

Für die Hauptkamera gibt es eine variable Blende

Dreht man das Mate 50 Pro um, dann lacht einem das unübersehbare Kameramodul in runder Form an. Das Trio besteht aus einer 50-Megapixel-Hauptkamera, einem 13-Megapixel-Ultraweitwinkel (f/2.2-Blende) und aus einer 64-Megapixel-Telelinse (f/3.5-Blende und 3,5x Zoom). Die Hauptkamera trägt eine Besonderheit mit sich, denn sie ist mit einer variablen Blende ausgestattet. Zur Verfügung stehen insgesamt zehn Blendenstufen (von f/1.4 bis f/4.0). Für Fotografen eine tolle Spielerei, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen.

Mit diesen Einschränkungen muss man als Käufer leben

Wer sich das Huawei Mate 50 Pro holen möchte, der sollte über die Einschränkungen Bescheid wissen. In Europa wird das Smartphone zwar mit Android und der eigenen Oberfläche EMUI 13 ausgestattet, doch ohne die nicht durchführbare Zertifizierung durch Google müssen die Google-Dienste draußen bleiben. Die Chinesen dürfen demnach nur die Open-Source-Version von Android installieren. Auf alternative Apps muss man aber zumindest nicht verzichten, die AppGallery stellt beispielsweise den App Store dar. Ob diese im Endeffekt ausreichen oder die Stärke von Google haben, muss jeder selbst entscheiden. Eine weitere Einschränkung betrifft den Qualcomm-Prozessor. Wie oben kurz angeschnitten darf Huawei zwar wieder CPUs von Qualcomm verbauen, die 5G-Technik bleibt aber tabu. Das heißt, dass das Smartphone „nur“ 4G kann und kein 5G unterstützt. Sicherlich kein Weltuntergang, einen negativen Beigeschmack hat es aber trotzdem. In erster Linie auf lange Sicht, denn 5G wird immer wichtiger. Klar ist aber auch, dass man zunächst einmal einen entsprechenden Tarif haben muss.

Vorstellung am 26. September 2022

In China wurde das 162,1 x 75,5 x 8,5 mm große und 205 g schwere Huawei Mate 50 Pro bereits vorgestellt, der globale Launch erfolgt(e) am 26. September 2022. Der chinesische Preis beträgt umgerechnet rund 986 €, für Europa fällt selbstverständlich ein Aufschlag an. Ca. 300 € sind nicht ganz unrealistisch.